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Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied zur Neuen Mittelschule
Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied zur Neuen Mittelschule
Die Modellversuche Neue Mittelschule bieten innovativen Unterricht für eine Vielfalt von Begabungen und Interessen. Ein zentraler Punkt dabei ist die Einrichtung von Lerngruppen, die flexibel und immer wieder neu – je nach Anforderungen – zusammengestellt werden. Schwächere SchülerInnen werden durch die Auseinandersetzung mit anspruchsvolleren Aufgaben, an denen sie gemeinsam mit leistungsfähigeren „Vorbild“-Schülerinnen und „Vorbild“-Schülern arbeiten, besser gefördert. Leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler profitieren von individueller Förderung, fächerübergreifenden Unterrichtsformen und einem vielfältigeren Unterrichtsangebot.
Nicht jede Schülerin und jeder Schüler ist in jedem Fach gleich gut. Durch eine Vielfalt an abwechslungsreichen Lernangeboten wird die Neue Mittelschule den unterschiedlichen Begabungen und Interessen sowie Stärken und Schwächen aller Kinder gerecht.
Konkret bietet die Neue Mittelschule:
Durch die Senkung der KlassenschülerInnenhöchstzahl auf 25 werden die Lehrerinnen und Lehrer bei der Individualisierung des Unterrichts zusätzlich unterstützt.
Externe Expertinnen und Experten bringen den Schülerinnen und Schülern außerschulische Erfahrungen nahe. Sie erzählen aus ihrem Alltag in der Berufswelt und begleiten als Gäste in der Schule oder auch vor Ort an ihrem Arbeitsplatz praxisorientierte Projekte der Neuen Mittelschule.
An der Neuen Mittelschule werden Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Fähigkeiten und sozialer, kultureller und sprachlicher Herkunft gemeinsam unterrichtet. Unterschiedliche Leistungsanforderungen, eine Vielfalt an Wahlmöglichkeiten und unterstützende pädagogische Maßnahmen zeichnen die Neue Mittelschule aus. Sie begünstigen sowohl die individuelle Förderung der Kinder sowie auch „soziales Lernen“, also das Lernen miteinander und voneinander.
Die Neuen Mittelschulen sehen die reiche Vielfalt unserer Gesellschaft als Herausforderung und zielen auch darauf ab, die schulische Betreuung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund zu verbessern. Die Potenziale der Kinder aus MigrantInnenfamilien werden besser gefördert, der interkulturelle Dialog wird verstärkt.
Ebenso werden Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen und sonderpädagogischem Förderbedarf in die Neue Mittelschule integriert. Das tägliche gemeinsame Leben und Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung ermöglicht, emotionale Barrieren abzubauen und Beziehungen aufzubauen, die die soziale Kompetenz der Kinder und Jugendlichen stärken.
An der Neuen Mittelschule wird eine Entwicklung der Mädchen und Burschen ohne geschlechtsspezifische Einschränkungen gefördert. Geschlechtsspezifische Zuschreibungen und Barrieren werden vermieden. Im Unterricht wird eine bewusste Auseinandersetzung mit Geschlechterdifferenzen thematisiert und berücksichtigt.
Die Neue Mittelschule beinhaltet einen Tagesablauf mit Phasen intensiven Lernens sowie entsprechenden Entspannungspausen und gibt Raum für gesellige Rituale (z.B. gemeinsames Mittagessen). Qualitätsvolle pädagogische Betreuung ist auch am Nachmittag vorhanden.
Neben zusätzlichen individuellen Lerneinheiten soll aber auch Spiel, Spaß und persönlicher Freiraum Platz finden.
Kunst- und Kulturprojekte eröffnen jungen Menschen an den Schulen einen neuen Zugang zu Bildungsinhalten. Schülerinnen und Schüler werden durch kreative Impulse motiviert und in ihrer Kunstfertigkeit gefördert. Die verstärkte Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern bereichert den Unterricht. Ziel ist die Verwirklichung einer neuen Lehr- und Lernkultur: Bildung, Innovation und Kreativität.
Dem Unterrichtsfach Bewegung und Sport wird in der Neuen Mittelschule besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Ein umfassendes Bewegungsangebot, auch in Kooperation mit örtlichen Sportvereinen, ist Teil des pädagogischen Konzeptes, um dem Bewegungsbedürfnis der Kinder und Jugendlichen zu entsprechen.
Erkenntnisse und Erfahrungen aus den eLearning-Projekten der letzten Jahre fließen in die Unterrichtsarbeit ein. Vernetztes Lernen mithilfe des Internets unterstützt die Umsetzung der angestrebten Individualisierung und inneren Differenzierung des Unterrichts, fördert selbsttätiges, forschendes Lernen und trägt zur Entwicklung von Schule als lernende Organisation bei.